PLA Filament

PLA Filament (Polyactide Acid) wird von vielen 3D-Drucker-Herstellern als Druckmaterial empfohlen. PLA besitzt eine geringere Schmelztemperatur im Vergleich zu ABS und zeichnet sich durch seine sehr gute Farbstabilität und geringen Verzug, trotz geringer Dichte, aus. Des Weiteren besitzt PLA eine hervorragende UV-Beständigkeit und hat eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme. Aus diesem Grund ist es auch schwer entflammbar. PLA wird oft aus Maisstärke hergestellt und ist somit (bedingt) biologisch abbaubar. Bereits bei 60 Grad beginnt PLA weich zu werden, dies ist für Objekte mit einer hohen Belastung nicht optimal. PLA schrumpft aufgrund der geringeren Schmelztemperatur weniger und kann deshalb auch ohne ein Heizbett verarbeitet werden. Stattdessen wird gerne auf ein Kapton-Band bzw. ein Isolierband oder um eine noch höhere Haftung zu erreichen auf einem Glasbett ausgewichen.
Übliche Fadenstärken sind 1,75mm und 3mm. Filamentrollen werden häufig auf Spulen mit 1 kg angeboten. Manche 3D-Drucker erlauben auch die Aufnahme von 2kg Spulen. Ein beheiztes Druckbett ist zwar nicht notwendig, wird aber aufgrund der besseren Haftung dennoch empfohlen.
PLA wird seit längerer Zeit auch schon in Kleidungsstücken, z. B. bei Funktionskleidung, verarbeitet.
Allgemein lässt sich sagen dass PLA dem ABS beim 3D-Druck vorgezogen wird. Je nach Hersteller variieren die optimalen Drucktemperaturen. Meist wird zwischen 180 & 220 Grad empfohlen. Da PLA nur langsam abkühlt, ist eine genaue Einstellung der Lüfter oft entscheidend für ein optimales Druckergebnis. Zu Empfehlen ist das Drucken eines „Rafts“, also eines Gitters unter der ersten Schicht. Sinnvoll ist auch die erste Schicht langsamer als die folgenden Schichten zu Drucken.
Für geruchsempfindliche Nasen kann PLA, gegenüber ABS, nur favorisiert werden. PLA „stinkt“ praktisch nicht.

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