Geschichte des 3D-Drucks

Die Anfänge

Bereits in den 80er Jahren als die ersten CAD-Programme auf den Markt kamen gab es schon erste industrielle 3D-Druckmaschinen. Den ersten 3D-Drucker meldete übrigens Charles Hull 1986 zum Patent an. Die Druckmaschinen damals wurden hauptsächlich für die Erstellung von Prototypen genutzt. Kunden waren damals Flugzeug- & Autobauer sowie das Militär. Ähnlich wie beim Computer selbst konnte sich damals wohl noch niemand vorstellen dass sich 3D-Druck irgendwann mal für den Hausgebrauch nutzen lässt.

Evolution

Erst seit ungefähr 2009 kam das Thema 3D-Druck in „Mode“ und die ersten Dienstleister boten ihre Dienste für Auftragsdrucke an. Selbst damals waren die Drucker noch sehr teuer und nicht jede Zielgruppe konnte sich solch ein Gerät leisten. Dennoch war die Beauftragung eines 3D-Druck-Protoypen günstiger & schneller als andere, traditionelle Verfahren. Vor allem die Qualität und Granularität der Ausdrucke konnte in den letzten Jahren enorm verbessert werden. Aus Rapid Prototyping wurde mittlerweile in Teilbereichen schon Rapid Manufacturing.

Makerbot Replicator 2x

Seit 2012 ist die sogenannte vierte industrielle Revolution im Gange. Spätestens als der Replicator 2 von Makerbot veröffentlicht & äußerst erfolgreich verkauft wurde, kommt das Thema täglich in den Medien vor. Wie in der Software-Entwicklung auch zeigte sich der Open-Source-Gedanke als hilfreich bei der Weiterentwicklung von 3D-Druckern. Der RepRap (Replicating Rapid-Prototyper) des Briten Adrian Bowyer diente vielen gängigen 3D-Druckern als Vorlage. Der Drucker bietet zwei Highlights: Erstens kann er sich fast komplett selbst nachdrucken, fast alle seine Teile sind nämlich aus Kunststoff. Und zweitens wurde die Konstruktionsanleitung unter der GNU-Lizenz veröffentlicht. Somit darf jeder sich den Drucker nachbauen und auch davor verändern.

By CharlesC at en.wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, from Wikimedia Commons

Zukunft

Wirtschaftsforscher prognostizieren dem Trendthema eine glänzende Zukunft. Sobald Geräte unter 1.000,- € vernünftige Qualität mit einfacher Bedienbarkeit angeboten werden können, dürften sich die Verkaufszahlen vervielfachen. Auch Weiterentwicklungen bei den druckbaren Materialien, wie z. B. Lebensmittel oder Metallbasierende Stoffe, ermöglichen neue Anwendungsbiete. Noch sind diese Bereiche in der Forschung aber durch Anstrengungen wie z. B. von der NASA werden hier in absehbarer Zukunft wohl noch bahnbrechende Innovationen hervorgebracht.

Einfache Teile wie eine Handyschale, einen Kerzenhalter oder einen Zahnputzbecher können die Fabrikanten der Zukunft selbst herstellen. Die Vorlagendateien zum Einlesen und gegenfalls zum Verändern liefern die bisherigen Anbieter. So oder auch anders könnte das Geschäftsmodell 3D-Druck in ein paar Jahren den jetzigen Handel mit Gebrauchsgütern verändern.

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